Fremdwährungsdarlehen als Spekulanten-Falle


Beginnend in den 90er Jahren gab es einen noch nicht da gewesenen Hype auf Fremdwährungsdarlehen, vor allem Fremdwährungskredite in – zunächst – Yen und Schweizer Franken wurden von Herrn und Frau Österreicher in großem Maße aufgenommen – bald waren ein Drittel aller Privatkredite in fremden Währungen. Jetzt, mit der Krise, wurden Fremdwährungsdarlehen zur Spekulanten-Falle.

Dabei gab es so viele gute Gründe für einen Fremdwährungskredit. Kreditnehmer schwärmten von den niedrigen Zinsen und den günstigen Wechselkursen bei japanischem Yen und Schweizer Franken, den Banken winkte ein gutes Geschäft und niemand schien sich Sorgen zu machen. Noch während internationale Finanzinstitutionen wie der Internationale Währungsfonds ihren Warnungen bereits deutlichen Dringlichkeitscharakter verliehen und der Schweizer Franken immer weiter anstieg, haben Private in Österreich sowie Gemeinden ihre Fremdwährungsdarlehen – respektive Franken Kredite – aufgestockt. Und das deutlich und in einem Zeitraum, wo der Franken im weitere 16 Prozent stieg.

Fremdwährungsdarlehen sind zurzeit kaum zu haben

Angesichts der Umstände haben Banken ihre derzeitige Bereitschaft zu Fremdwährungskrediten deutlich reduziert, sogar an Zwangskonvertierungen wird gedacht, wenn der vereinbarte Ansparplan zu Tilgung des Darlehens am Ende der Laufzeit nicht mehr ausreichend und ein dazu ein weiteres Ansteigen des Schweizer Franken wahrscheinlich scheint.

Gerade hier ergeben sich vorprogrammierte Reibungen, da die Banken das Risiko zur Gänze auf den Kunden abwälzen. Wer ein Fremdwährungsdarlehen aufgenommen hat, sei selber schuld und müsse nun die Verantwortung für sein spekulatives Abenteuer tragen. Denn um nichts anderes handelt es sich bei einem Fremdwährungskredit: eine Spekulation auf Zinsen und Währungen.
Das sei vielen, die bei ihrer Bank ein Fremdwährungsdarlehen aufgenommen haben, nicht bewusst gewesen. Nicht die Kunden hätten das Risiko gewollt, sondern die Banken nicht entsprechend darauf hingewiesen, heißt es.

Seit 2010 sind Fremdwährungskredite in Österreich praktisch nicht mehr zu bekommen.

 

Fremdwährungsdarlehen - vor allem in Schweizer Franken - zur Zeit nicht hoch im Kurs

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